Sie sind hier:

Unterricht / Sexualerziehung

Sexualerziehung/grenzwahrender Umgang

Sexualerziehung ist Bestandteil schulischer Bildungs- und Erziehungsarbeit.

Ihre gesetzlichen Vorgaben finden sich in §7 des Hessischen Schulgesetzes und im Lehrplan Sexualerziehung (2007).

Inhalte der Sexualerziehung sind neben den Informationen über Körperfunktionen und körperliche Entwicklung vor allem die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und seinen Veränderungen im Lebenslauf. Die Beschäftigung mit der eigenen Geschlechtsidentität und der damit verbundenen Geschlechtsrolle sind Thema. Das Erleben und Gestalten von Beziehungen gehört dazu, ebenso der Blick auf das zukünftige Leben als Erwachsene/r. Wichtig ist auch die Selbstbehauptung: die Fähigkeit Grenzen zu setzen.

Grenzwahrender Umgang ist eine Form respektvoller Begegnung, die an unserer Schule im Umgang aller miteinander üblich sein soll. Es bedeutet, dass körperliche Grenzen und Intimsphäre gewahrt werden. Niemand soll sich körperlich bedrängt oder belästigt fühlen.

In den Stufen werden die Themen der Sexualerziehung altersentsprechend aufgegriffen. Gemeinsam als Lerngruppe oder geschlechtsgetrennt werden Anregungen und Impulse zur Beschäftigung mit den Themen gegeben. Mittels Bilderbüchern, Bildmaterial, Texten, Film, Gesprächen, Körperspielen, Rollenspielen und kreativem Gestalten werden die Inhalte bearbeitet.

Eltern werden vorab über die Materialien und Inhalte informiert.

Der grenzwahrende Umgang ist Regel für alle Situationen und Begegnungen: im Unterricht genauso wie in den Pausen.

Besonders wichtig ist er bei der Unterstützung in der Körperpflege.

Die Sexualerziehung hat viele Ziele. Eines davon ist, den eigenen Körper zu kennen und sich in ihm wohl zu fühlen. Zu wissen, welches Geschlecht man hat und auch zu welchem man sich hingezogen fühlt, gehören dazu. Den eigenen Körper schützen zu können, ist wichtig. Das ist sowohl gesundheitlich gemeint, als auch im Kontakt mit anderen Menschen. Wie man später leben möchte: allein, mit einer/m Partner/in oder mit mehreren gemeinsam - auch ob mit oder ohne Kinder – darüber soll nachgedacht werden. Über Bedürfnisse und Wünsche sprechen zu können soll gelernt werden.

Ziel des grenzwahrenden Umgangs ist es, sich in der Schule respektiert und wohl zu fühlen. Dies trägt zu einem Klima der Wertschätzung bei.

Diesen Respekt auch im späteren Leben anderen zu geben und für sich selbst zu fordern, ist ebenfalls ein Ziel.

Evaluation

Inhalte der Sexualerziehung finden sich in den Konzepten der Grund-/Mittelstufe und der Haupt-/Berufsorientierungsstufe. Eine Abstimmung der Inhalte in Form eines Stoffverteilungsplanes für die Schule steht noch aus.

Die Weiterarbeit am Thema „Respektvolle Begegnung“ sollte zur Beschreibung einer gemeinsamen Haltung führen, die den grenzwahrenden Umgang mit Körper und Sexualität benennt.

(Jutta Baumann)